Xi’an, früher Chang’an genannt, ist die älteste Stadt in China.
Xi’an gehört sozusagen zur alten Garde aller chinesischen Hauptstädte. Sie fungierte am längsten als Hauptstadt, und war zugleich die erste internationale Metropole Chinas mit mehr als eine Million Einwohner. Xi’an wurde in der Qin-Dynastie zur Hauptstadt des vereinigten Landes. Das war der Beginn des Aufstiegs einer starken Macht im Osten der Welt. In den nächsten eintausend Jahren bliebt Xi’an auch die Hauptstadt während der Han-Dynasite und der Tang-Dynastie.

Als politisches und kulturelles Zentrum des Reiches genoss Xi’an das Ansehen des ganzen Landes. Noch jetzt kann man den Glanz von damals bewundern. Die Seidenstraße oder die gigantische Grabstätte des Gelben Kaisers zeugen von der einstigen Macht Xi’ans. Weltberühmt haben die Stadt aber Weltwunder wie die Terrakotta-Armee oder die alte Stadtmauer gemacht.

Wohin man auch geht in Xi’an kann man der chinesischen Geschichte nicht entkommen. So gibt es 23 Denkmäler, die unter staatlichem Schutz stehen, und mehr als 4000 Ruinen und Gräber, die Zeitzeugen der Qin-, Han- und Tang-Dynastie sind. Auch die alte Stadtmauer und die Palastanlagen haben mehrere Dynastien überlebt. Kein Wunder also das Xi’an oft als „Narurhistorisches Museum des alten Chinas“ bezeichnet wird. Im landesweiten Durchschnitt muss sich Xi’an auch nur Beijing, Shanghai und Guangzhou bei den Einnahmen im Tourismus geschlagen geben. Dabei ist der Anteil der Einnahmen von ausländischen Touristen beachtlich. Für ausländische Reisende ist Xi’an der Gipfel der chinesischen Hochkultur mit einem besonderen orientalischem Scharm.

Die Terrakotta-Armee ist mittlerweile fast zu einem Synonym für Xi’an geworden. Bereits die ersten Ausgrabungen im Jahre 1974 sorgten weltweit für Aufmerksamkeit. So wurden die Terrakotta-Soldaten dann auch als das 8. Weltwunder bezeichnet und zum großartigsten archäologischen Fund des 20. Jahrhunderts erklärt. Zugleich nahm die UNESCO die Armee aus Ton in die Liste der Weltkulturerben auf. Die Terrakotta-Armee des ersten chinesischen Kaisers Qinshihuangdi ist etwa 50 km von Xi’an entfernt. Bis jetzt wurden insgesamt 3 Ausgrabungsstellen für Touristen zugänglich gemacht. Davon ist die Ausgrabungsstätte Nr. l die größte. Aus dieser Grube wurden insgesamt mehr als 1000 Tonsoldaten, -pferde und -wagen ausgegraben. Die 1,7 m bis 2 m großen Tonfiguren wirken nahezu lebendig, und ihr Kleidung ist von Soldat zu Soldat unterschiedlich. Es gibt keine zwei Tonfiguren, die exakt gleich aussehen. Es scheint gerade so, als ob es für jede Tonfigur eine Person Model gestanden hätte. Die einzigartige Kunstfertigkeit erscheint heute kaum vorstellbar.

Neben all den Tonfiguren wurden in den Gruben mehr als 10 000 bronzene Rüstungen gefunden. Als sie entdeckt wurden glänzten sie wie neu, ohne einen Flecken Rost. Wissenschaftler vermuten, dass die Rüstungen bereits bei der Produktion mit eine speziellen Anti-Rost-Verfahren bearbeitet wurden. Doch genau dieses Verfahren wurde erst im Jahr 1937 und dann 1950 jeweils in Deutschland und in den USA zum Patent angemeldet. Es ist grenzt schon nahezu an ein Wunder, dass die Xi’aner Metallkünste bereits vor mehr als 2000 Jahren in der Zeit des ersten chinesischen Kaisers Qinshihuangdi so weit fortgeschritten waren.

Die zahlreichen Kulturdenkmäler zeugen für die Macht und Stärke der einstigen Dynastien. Doch diejenigen, die Xi’an aufgrund seiner Jahrtausendalten Kultur und Geschichte besuchen, werden schnell feststellen, dass die alte Stadt auch noch viel mehr zu bieten hat.

Xi’an ist auch bekannt für ihre besonderen kulinarischen Genüsse. Fast jede Spezialität ist eine Mischung aus traditionellen Rezepten und modernen Zubereitungen. Zum Beispiel stammen die Kochrezepte für berühmte Traditionsgerichte wie Hähnchen Xi’aner Art und Fisch mit Milchsuppe aus der kaiserlichen Küche der Tang-Dynastie, die vor mehr als 1000 Jahren in Xi’an herrschte. Dabei sind Gerichte wie gedünstetes Brühbrot mit Rind- und Hammelfleisch in ganz China populär. Xi’an ist berühmt dafür kulinarische Köstlichkeiten mit der chinesischen Geschichte zu verbinden.

Die Guangji-Straße mit den großen erhabenen Straßentoren ist sehr geschichtsträchtiger Ort. Früher trafen sich hier die ausländischen Botschafter und Geschäftsleuten in den zahlreichen Restaurants, genossen die Spezialitäten und Folklore Xi’ans zu empfinden.

Die ehemalige Hauptstadt Xi’an mit ihrer tausende Jahre währende Geschichte und Hochkultur hat für die Nachwelt viele symbolhafte Kulturdenkmäler bewahrt. Die alte Stadtmauer zum Beispiel ist ein wichtiges historisches Relikt Xi’ans. Sie offenbart wie Xi’an einmal ausgesehen muss. Die Stadtmauer hat dabei mehr als 1400 Jahre auf dem Buckel. Der erste Kaiser der Ming-Dynastie, Zhu Yuanzhang, ließ die Mauer errichten, die auf den Ruinen der Kaiserstadt der Sui- und Tang-Dynastie basierte. Insgesamt dauerte es etwa 8 Jahre bis die Mauer fertig war. Es ist der heutzutage größte chinesische Stadtwall, der nahezu vollständig erhalten geblieben ist.

Die alte Stadtmauer umfasst eine Reihe von militärischen Anlagen wie ein Stadtgraben, Zugbrücken, Schutztore, Wachtürme, Haupttürme, Ecktürme, Spähtürme usw.. Aus der Luft sieht die Anlage wie das chinesische Schriftzeichen „井“ (Brunnen) aus und bildet somit ein stabiles Abwehrsystem. Nach tausend Jahren Erosion und kriegerische Zerstörungen ist die alte Stadtmauer noch immer guten erhalten, was schon fast mit einem Wunder gleichzusetzen ist. Die alte Stadtmauer verleiht Xi’an ein besonderes Detail, das untrennbar mit der kulturellen Vielfalt der Stadt verbunden ist. Für die Bewohner Xi’ans ist die Stadtmauer einerseits eine denkmalgeschützte Anlage, andererseits ist sie auch unentbehrliche für das tägliche Leben: Denn nur durch die 18 Stadttore in der Mauer gelangt man zum Stadtzentrum. Egal ob Touristen oder Stadtbewohner die alte Mauer beeindruckt jeden und versprüht dabei immer einen Hauch von glorreichen Tagen als Xi’an noch Hauptstadt war.

Bahnreise

Beliebte China Reisen

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China Besichtigung

China ist ein Land voller erstaunlicher Entdeckungen. Jedes Jahr kommen tausenden Reisenden nach China, um die majestätische Chinesische Mauer mit eigenen Augen zu sehen, buddhistische Tempel zu besuchen oder durch die geschäftigen Einkaufsstraßen zu schlendern. Hier können Sie gemütlich durch Bergtäler spazieren oder Flußlandschaft bewundern und von Menschen geschaffenen architektonischen Denkmäler einfangen, die diesem Land einen unvergesslichen Geschmack und Einzigartigkeit verleihen.

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Fahrt durch die Wüste Taklamakan

Fahrt durch die Wüste Taklamakan auf weltweit längste Wüstenstraße

Die Taklamakan-Wüste liegt in Zentralasien und ist die zweitgrößte Sandwüste der Erde. Sie erstreckt sich vom im äußersten Westen Chinas gelegenen autonomen Gebiet Xinjiang, in dem sie etwa zwei Drittel des Gebietes ausfüllt, bis hin zum westlichen Teil des Tarim-Beckens. Im Süden der Taklamakan liegen das Gebirge Kunlun Shan und die nordwestlichen Ausläufer des Tibetischen Hochlandes.

Charakteristisch für die Taklamakan-Wüste sind die sehr hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Als beste Reisezeit gilt der Spätsommer bis Ende Oktober.

Aufgrund ihres Klimas war die Taklamakan lange Zeit unzugänglich. Die Trassen der ehemaligen Seidenstraße sind heute zu asphaltierten Verkehrsstraßen ausgebaut, auf denen die gesamte Wüste umfahren werden kann.

Ungefähr in der Mitte der Wüste sind große Erdöl- und Gasvorkommen entdeckt worden. Zu ihrer Erschließung baute die chinesische Regierung die Tarim-Fernstraße, der die Wüste Taklamakan von dem an der Straße 314 gelegenen Ort Luntai (=Bügür) bis zu dem an der Straße 315 gelegenen Ort Yawatongguzlangar bei Minfeng (Niya) in Nord-Süd-Richtung vollständig durchquert.

Heutzutage gibt es von Nord-Süd-Richtung 3 Landstraße durch die Taklamakan:
1. Luntai (=Bügür) – Minfeng (Niya)
Mit einer Länge von 520 Kilometern gilt sie als die weltweit längste Wüstenstraße. An diesen Straßen am Rand des Tarimbeckens liegen Oasenstädte wie Hotan (= Khotan), Kaschgar und Aksu. Vollständig durchquert duch die Wüste Taklamakan benötigt ca. 9 Fahrtstunden, unterwegs gibt es keine Orte zu übernachten. Die lange Fahrt muss man innen einen Tag bewätigt werden.

2. Landstraße durch die Taklamakan zwischen Aral und Hotn
Diese Straße Aral-Hotan-Wüstenstraße wird mit einer Länge von 424 Kilometern von Nord nach Süd die Städte Aral und Hotan verbinden. Auch keine Möglicheit zu übernachten. Durchfahrt benötigt ca. 6 Stunden.

3. Autobahn Qieta-Wüstenfernstraße zwischen Korla und Qiemo
Die Autobahn mit dem Namen Qieta-Wüstenfernstraße führt ebenfalls in Nord-Süd-Richtung durch die Wüste und verbindet Korla (Kurla) mit dem Kreis Qarqan (Qiemo xian) und seinem Hauptort, der Großgemeinde Qiemo. Durch dieser Schnellstraße kann die ehemals zwei Tage dauernde Reise von Korla nach Qiemo in lediglich acht Stunden bewältigt werden.

Gut zu wissen bevor die Fahrt
1. Zeltübernachtung in der Wüste ist ein besonderes Erlebnis. Man muss das Klima gut aufpassen. Bedenke die große Temperaturschwankung in der Nacht, muss Wärmehaltung gut sorgen.

2. April ist die Zeit für Sandsturm.

3. Auf die Wüstenfernstraße gibt es kein Tankstelle, bevor die Fahrt muss man zuerst voll tanken.

Familienreisen mit Kindern & Jugendlichen

Kulinarische Reise

Kultur

Landschaften

Naturparks & Geoparks in China

China bietet eine Menge Möglichkeiten für Ausflüge in die Natur. Ob feuchter Regenwald, trockene Wüsten, Berglandschaften oder glasklare Seen – in China findet ihr einen erholsamen Kontrast zu den Großstädten des Landes.

Das Huangshan Gebirge gilt als das schönste Gebirge Chinas.
Die hohe Sandsteinpfeiler prägen Nationalpark Zhangjiajie in vielfältigen Formen und Gestalten, umgeben von dichten Urwäldern.
Eine Wanderung durch den tiefsten Schlucht der Welt, den Tigersprungschlucht, ist ein weiteres eindrucksvolles Erlebnis.
Im größten Naturschutzgebiet Chinas Changbaishan findet sich den durch mehrfache Vulkanausbrüche entstandene Vulkansee.
Das Neundörfertal Jiuzhaigou bietet eine tolle Gebirgslandschaft mit kristallklaren und wunderschön bunt gefärbten Alpinseen, Urwäldern sowie neun tibetischen Dörfern, denen die Gegend ihren Namen verdankt.
Das Yuntaishan Gebirge ist einer der UNESCO-Geoparks, die schroffe, häufig in Wolken gehüllte Danxia-Felswände, Karstgebiete sowie Flusstäler, Quellen und Wasserfälle erwarten den Besucher.
Der Mingshashan Park an der legendären Seidenstraße ist attraktiv wegen seine Wüstelandschaft.

€ 2,210

Selbstfahrer-Reise